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Die Band

Gegründet wurde Captain Candy 1993, damals noch als reine Rock’n’Roll Band mit leichtem Punk-Einschlag. In weit über 800 Konzerten erspielte sich die Bremer Band zunehmend mehr Fans, wechselte Outfit, Musiker und Programm. Zur Zeit rockt Captain Candy als Quintett die Bühnen der Nation.

Captain Candy (Gesang)

Captain Candy (Gesang)

Was eigentlich schon immer vermutet wur- de, konnte jetzt durch intensive Recherche belegt werden: Captain Candy, seines Zeichens Frontmann und abso- lutes Highlight jeder Candy-Show, ist das uneheliche Kind von Janis Joplin und Joe Cocker. Dies erklärt zweifelsohne den wahnsinnigen Bumms in seiner Stimme und die Tatsache, dass der Captain mehr wie Joe Cocker klingt, als dieser selbst! So verwundert es auch nicht, dass von Elvis, über James Brown, Tom Jones und Bon Scott noch etliche Sangesgrößen im heimischen Groß Mackenstedt aus- und eingingen, um sich vom Captain etwas über Stimmtimbre und -resonanz beibringen zu lassen.

Im Laufe der Jahre hat Captain Candy durch regelmäßigen Verzehr von Tankstellenfrikadellen unmerklich zugelegt, was ihn stimmlich nur noch besser gemacht hat und ihn auch nicht davon abhält, regelmäßig radschlagend in John Belushi-Manier über die Bühne zu turnen. Mit seinen siebzehn Herzschrittmachern und ständiger Colabetankung ist der Captain noch immer deutschlands agilster Duracell-Hase auf der Bühne – dieser Mann ist Extase!

Marty Mc Fly Candy (Gitarre)

Marty Mac Fly Candy

Marty Mc Fly ist der Methusalem der Can- dyfamilie und – einzig- artig in Deutschland – fast so groß wie seine Stromgitarre selbst. Im Ältestenrat der Gruppe hat seine Stimme daher auch großes Gewicht. Mit seinen weisen Ratschlägen („Nun bleib mal locker, ey!“, „Scheiße, Scheiße, Scheiße!“) vermag er es gut, vor allem den jüngeren Band- mitgliedern gangbare Wege aus der vermeintlich ausweglosen Krise aufzuzeigen.

So wie Marty auf Autofahrten stets den Schlaf der Gerechten schläft, erwacht er vor dem Konzert wie ein Urzeitkrebs zum Leben, um bei der Show wie Ejakulat zu explodieren. Da wollen Finger schneller spielen, als das Gehirn zu arbeiten vermag. Marty ist zweifelsohne ein Virtuose auf seinem Instrument, spielt mit allen Körperteilen und in allen Lebenslagen.

Nachdem er nun schon 15 Jahre ununterbrochen bei „Johnny B. Goode“ in Michael J. Fox – Manier den Freitod stirbt, fragt sich aber auch die Band inzwischen, wie viel lebende Materie noch in ihm weilt. Da Marty sich aber meistens vorbildlich ernährt und zeitweise sehr sportlich sein kann, schafft er es noch immer, beim Spielen höher zu springen als Andy. Um seinen Lebensabend macht sich Marty keine Sorgen, da er seit dem Gründungsdatum der Band immer brav in den von Andy verwalteten Candy-Rentenfond eingezahlt hat. Marty glaubt eben immer noch an das Gute im Menschen!

Andy Candy (Bass)

Andy Candy (Bass)

Da Andy ein Grün- dungsmitglied der Band ist, hat er es geschickt und ohne viel Wider- spruch geschafft, sich das Bandkonto einzu- verleiben. Während sich einige Bandmitglieder noch immer fragen, warum die Musik so wenig abwirft, erscheint Andy regelmäßig frisch abgesaugt und gebotoxt zum Konzert. Als ehemaliger Mr. Sylt 1993 ist er das seinen Fans einfach schuldig.

Doch auch Andy hat sich im Laufe der Jahre verändert. Dass er nun immer sein Tellerchen aufisst, hat zwar dazu geführt, dass bei Captain Candy Konzerten immer die Sonne scheint, allerdings hat sich dieser Umstand auch auf Andys Hüften niedergeschlagen, was das Schließen der 20 Jahre alten Lederhose zunehmend erschwert. Nachdem Andy eine zeitlang bei jedem Konzert Geburtstag hatte, musste er zuletzt weit über 500 Kerzen ausblasen, was zu chronischer Heiserkeit und Kurzatmigkeit geführt hat.

Andy hat noch gerne und oft Recht. Auch seine klugen Ratschläge („Ratzi fatzi, heim zu Schatzi!“, „Links herum, fidibum!“, „Zipp zapp, schneller Schuh!“) sind für die Bandjugend oft wegweisend. Andy glänzt nicht nur im Haar, sondern auch durch aufgeräumtes Equipment und sicheres Auftreten auf der Bühne. Zwar weigern sich seine rückenkranken Kollegen immer noch, seine 80-Kilo-Box zu tragen, dafür rächt sich Andy aber, indem er immer noch beharrlich mit Plektrum spielt.

BillyBoy Candy (Schlagzeug)

BillyBoy Candy (Schlagzeug)

BillyBoy ist der jüngste Spross der Candy-Familie. Auf den rotblonden smarten Stallburschen aus dem Münsterland wurden die Candys per Zufall aufmerksam. Nachdem das Navi (Andy) im Candymobil aufgrund von Trunkenheit versagte, verirrte sich die Gruppe nachtens im Ländlichen. So traf es sich, das man auf einen am Wegesrand sitzenden Jüngling aufmerksam wurde, der wild mit zwei Heugabeln auf einen Strohballen eindrosch.

Wer solch trefflich Handwerk beherrscht – dachte sich’s – der sollte es noch weit bringen. Und da BillyBoy zudem noch nüchtern war, führte er die Candys zurück auf den rechten Weg und wurde zum Dank adoptiert und ans Schlagwerk gesetzt. Wie sich alsbald herausstellte, beherrscht BillyBoy nicht nur das Grooven in höchster Manier sowie zahlreiche weitere Instrumente, sondern verfügt auch noch über einen stillen jungfräulichen Charme. Sollte er etwa Marty und Andy in der Gunst der weiblichen Fans übertreffen wollen?

Dr. Pussy Galore (Keyboard)

Dr. Pussy Galore (Keyboard)

Dr. Pussy Galore ist ein weißrussischer schizo- phrener Dissident, der jahrelang die Band unbemerkt infiltriert und mit Spam-Mails ver- seucht hat. Hierin drohte er an, alle Can- dys mit Geschlechts- krankheiten zu infizieren und sowieso die Weltherrschaft zu ergreifen oder das Universum zum implodieren zu bringen. Solch einen Geisteswahn wollte sich die Band gerne zu Nutze machen und lud die drollige Kreatur zu Currywurst und Cola ein.

Wie sich herausstellte, verbarg sich hinter dem wahnwitzigen Gebaren ein genialer Keyboarder, Pianist und Organist. So kam man sich schnell überein, Dr. Galore fortan als fünftes Bandmitglied einzustellen. Als Lohn verspricht ihm die Band fortwährend Landbesitz, Säcke von Gold und Edelsteinen sowie die Tochter des Königs. Zum Glück ist Pussy ob seines fortgeschrittenen Alters so dement, dass er sich einreden lässt, alles längst bekommen zu haben. In seiner unermesslichen Gier hat sich Pussy Galore zu einem fleißigen Übungsbienchen entwickelt. Was er während eines Candykonzerts anbietet, ist brillant, virtuos und geht ab, wie ’ne Tüte Mücken!